Eckdaten der Schule Das
Projekt Unterstützung
EEF Pakistan Fotoalbum
Die Gladys Allen High School ist das
erste Projekt, welches vom EEF initiiert wurde. Die Schule bietet
im Aussenquartier Bhittaiabad einen staatlich anerkannten Schulbetrieb
für über 350 Schülerinnen und Schüler. Da der
Standard des Unterrichts sehr hoch ist, erhalten die Kinder und Jugendlichen
eine echte Chance für einen sozialen Aufstieg.
Eckdaten der Schule
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Adresse |
Gladys Allen High School
Director Graham Young
Plot No E-414, Near Baloch Chowk
Bhittaiabad, Karachi
Pakistan
Telefon: +(92) 21 4247637
gahs2008@gmail.com
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Eröffnung |
2002 |
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Leitung |
Graham Young, Direktor
Administrator, Sekretär, Rektor und Vize-Rektor
sowie vierzehn qualifizierte Lehrkräfte |
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Schüler-/innen |
350, davon die Hälfte Mädchen |
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Infrastruktur |
12 Klassenzimmer
Computerraum
Musikschule
Schwimmbecken
kleiner Laden
Gästezimmer
Sekretariat
eigenes Trinkwasser und Stromakkumulatoren
Labor für Praxis der Naturwissenschaften
Bibliothek |
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Ausbildung
und Betreuung |
1 Vorkindergarten
2 Kindergartenklassen
Primarschule
staatlich registrierte Sekundarschule mit anerkanntem Abschluss
medizinische Betreuung |
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Projektkosten
EEF |
jährlich CHF 41‘000.–
(plus Eigenfinanzierung und weitere Unterstützung aus Australien) |
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Projektdauer |
fortlaufend |
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Projektziel |
Erschwingliche Grundschule und High School für
benachteiligte Bevölkerungsgruppen |
Das Projekt
Ausgangslage
Die Gladys Allen High School befindet sich in Bhittaiabad, einem armen
Vorort der pakistanischen Grossstadt Karatschi. Neben der lokalen
Bevölkerung, den Sindhi, leben hier in erster Linie christliche
Migranten aus dem Pandschab sowie Zuwanderer aus dem Nordwesten Pakistans,
die Pathanen oder Paschtunen. Als Minderheiten
verfügen sowohl die christlichen Migranten als auch die Paschtunen
über begrenzte materielle Ressourcen. Von höherer
Schulbildung praktisch ausgeschlossen, sind ihre beruflichen
Perspektiven bescheiden.
Der Zugang zu einer minimalen Schulbildung ist unzähligen Kindern
in Bhittaiabad verwehrt. Die Schulkosten sind für viele Familien
zu hoch. Oftmals müssen die Kinder schon früh Erwachsenenarbeit
verrichten. Überdies sind die Verhältnisse an den öffentlichen
Schulen schwierig. Die schlecht bezahlten Lehrerinnen und Lehrer sind
häufig unmotiviert, und die Schulmaterialien sowie die Infrastruktur
sind veraltet. Bestehende Privatschulen bieten zwar auch in Karatschi
eine solide Grundausbildung und kompetente Fortbildungskurse an. Sie
stellen aber auf Grund der hohen Schulkosten keine Alternative für
die Familien in Bhittaiabad dar.
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Projektverlauf
Als 2001 die Idee der Gladys Allen High
School (GAHS) entstand, konnte sich Graham Young nicht erträumen,
dass er in so kurzer Zeit Direktor einer modernen und besonderen Schule
sein würde. Der Australier lebt bereits seit über dreissig
Jahren in Pakistan und arbeitete als Sozialarbeiter im Pandschab.
1985 kam er nach Karatschi, um als „self-styled English teacher“
in den Armenvierteln der Grossstadt zu wirken.
In seiner Arbeit wurde Graham mit bescheidenen Summen aus Australien
und ab 1993 auch aus der Schweiz unterstützt. Diese Hilfeleistung
reichte allerdings kaum zum Überleben aus. Im Wissen, dass mehr
für die Kinder getan werden könnte, entstand die Idee der
neuen Schule. Bereits im April 2002 nahm die GAHS ihren Betrieb auf.
Allerdings dauerte es noch ein weiteres Jahr, bis das Gebäude
in allen Einzelheiten fertig gestellt war und die offizielle Eröffnungsfeier
stattfinden konnte.
Heute sind sämtliche Klassenzimmer vollständig eingerichtet.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ist im Frühling
2006 auf über 400 gestiegen und pendelte sich seither bei dieser
Zahl ein. Die erzielten Resultate der halbjährlich abgehaltenen
Examen zeigen, dass die Bildungsqualität gut ist und die allgemeine
Richtung stimmt.
Die Religionszugehörigkeit spielt
bei der Aufnahme der Schülerinnen und Schüler keine Rolle.
Die Schule bezieht keine Unterstützung lokaler Kirchen oder internationaler
christlicher Organisationen. Graham Young sowie die Mehrheit der Lehrkräfte
und der Kinder sind christlichen Glaubens. Ein Religionsunterricht
wird sowohl für Christen als auch für Muslime angeboten.
Der Lehrplan hingegen richtet
sich nach dem offiziellen pakistanischen Curriculum.
Das Lehrerkollegium der Schule
wurde mit viel Sorgfalt ausgewählt. Neben jungen Lehrerinnen
und Lehrern aus dem eigenen Nachwuchs zog die GAHS qualifizierte
Lehrkräfte von aussen bei. Der Lehrkörper ist besser bezahlt
als an umliegenden Schulen. Er machte beim letzten Besuch eines
EEF-Vorstandmitglieds einen kompetenten und hoch motivierten Eindruck.
Insgesamt bietet die GAHS einen regulären, gut funktionierenden
Unterricht an. Die Unterrichtsqualität konnte mit den Lehrerforbildungskursen
im Januar 2006 und Frühjahr 2007 deutlich verbessert werden.
Damit steigt das Renommee im Vorort von Karatschi weiter. Zur Attraktivität
tragen sicherlich das viel benutzte Schwimmbecken, der Computerraum
und das kürzlich erstellte Laboratorium für die Praxis
der Naturwissenschaften bei.
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Erfolge und Probleme
Der EEF ist mit der Entwicklung des Projektes sehr zufrieden. Das
engagierte Lehrerkollegium und die gute Infrastruktur machen die
GAHS zu einer Institution, die heute aus dem Stadtgebiet nicht mehr
wegzudenken ist. Durch ihre kontinuierliche und beharrliche Arbeit
erwarb sich die Schule den Respekt der Menschen in den Aussenquartieren
von Karatschi. Die kontinuierlich wachsenden
Schülerzahlen dokumentieren die Attraktivität der
neu geschaffenen Ausbildungsstätte. Die hohe Zahl von Neueinschreibungen
in den unteren Klassen ist für die Zukunft viel versprechend
und zeugt vom Vertrauen der Menschen in die GAHS.
Ein Problem ist die Sicherheitslage rund um die Schule. Zweifellos
hebt sich das Schulgebäude von anderen Bauwerken im Quartier
ab, was Neid und Missgunst erzeugt. Die Lage eskalierte im
Oktober 2004 als eine Gruppe lokaler Jugendlicher das Schulgebäude
stürmte und den Administrator Ejaz Ashraf attackierte. In der
Folge sah sich die Schulleitung gezwungen Sicherheitsgitter zu errichten
und zeitweise eine Bewachungsfirma zu verpflichten. Inzwischen hat
sich die Lage etwas entspannt, wenn auch eine latente Gefahr von
weiteren Vorkommnissen dieser Art vorhanden ist.
Ein weiteres Problem sind die unregelmässigen
Beiträge der Eltern. Nur selten werden die Schulgebühren
pünktlich bezahlt. Dadurch ist es der Schule nicht möglich,
eine finanzielle Reserve zu äufnen. Eine Reserve ist aber unbedingt
nötig, um die anwachsenden Kosten für Strom, Bankgebühren
und soziale Leistungen zu decken.
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Ziele
In Bhittaiabad besteht eine gut funktionierende Schule für
benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Der Schulabschluss ist
staatlich anerkannt und ermöglicht den Kindern neue Perspektiven.
Unser oberstes Ziel ist die Erhaltung
dieses Angebots.
Wichtig ist die Anerkennung der Schule
im Quartier. Sie ist auf die Zustimmung breiter Bevölkerungsteile
angewiesen. Die Projektleitenden schenken diesem Umstand seit den
Anfängen grosse Beachtung und arbeiten beharrlich in diese
Richtung.
Unterstützung durch den EEF
Der Vorstand des EEF entschied, die GAHS bis auf weiteres jährlich
mit 37’000 Franken zu unterstützen. Damit
kann die Schule die schwankenden Einnahmen abfedern und mittellosen
Eltern Konzessionen machen. Die Unterstützung erlaubt die Anpassung
der Lehrerlöhne und stellt die medizinische Betreuung der Angestellten
und der Schülerinnen und Schüler sicher. Schliesslich
konnten dank dem EEF die Sicherheitsmassnahmen modernisiert und
die Einrichtungen verbessert werden.
Im Sommer 2008 organisierte das Gymnasium Oberaargau eine Projektwoche
zum Thema "Schule hier und dort". Im Zentrum stand dabei
die Unterstützung der GAHS. Das Ziel der Projektwoche beinhaltete
eine Auseinandersetzung mit der Bildungssituation von Kindern und
Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen. Gleichzeitig strebte
die Schule in Langenthal mit ihren zugkräftigen Veranstaltungen
an, dem EEF und der GAHS finanziell unter die Arme zu greifen.
Die Projektwoche entwickelte sich zu einem phantastischen Erfolg.
"Hier" zogen die Aktionen in Langenthal zahlreiche Interessierte
auf das Gelände des Gymnasiums. An einigen Abenden waren die
Veranstaltungen ausverkauft. Der grosse Spendenerfolg sicherte "dort"
das nächste GAHS-Schuljahr ab. Insbesondere ermöglichten
die Spenden aber auch den Ausbau der Schule um ein weiteres Stockwerk.
Damit konnte dem sich abzeichnenden Platzproblem begegnet werden.
Impressionen zur Projektwoche in Langenthal sowie neue Bilder zum
Baufortschritt in Karatschi finden sie hier.
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Pakistan
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Bevölkerungszahl |
167 Millionen Einwohner (2008) |
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Fläche |
803’940 km2
(knapp zwanzigmal die Fläche der Schweiz) |
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BIP pro Kopf |
CHF 2'600.– (2007) |
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Preise in Karachi (Stand Januar
2005)
1 Liter
Benzin
1 Liter Milch
1 Liter Coca-Cola
1 Kilo Brot
1 Kilo Reis
1 Kinobillet
1 Paket Zigaretten |
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
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–.85
–.50
–.50
1.20
–.35
–.40
–.35 |
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Quellen:
CIA World Factbook, Angaben von Graham Young, eigene Gestaltung und
eigene Berechnungen
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